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19.11.2018 - 14:25

Wichtige Informationen zur Zahnzusatzversicherung

Die Versicherungen mildern die hohen Kosten, die im Falle eines Zahnersatzes auf Patienten zukommen. Aber Sie decken diese selten völlig ab und die Beiträge lassen sich nur in Ausnahmefällen von der Steuer anbesetzen.

Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung

Die Versicherungen zahlen einen Festzuschuss. Basis für die Berechnung sind die Kosten, der für die sogenannte befundbezogene Regelversorgung notwendigen Leistungen. Die Kassen zahlen 50 Prozent dieser Kosten beziehungsweise 70 Prozent, wenn Sie fünf Jahre jährlich zur Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt waren. Falls Sie über 10 Jahre die Kontrollen lückenlos nachweisen können, bekommen Sie 80 Prozent.

Die Kosten für den Zahnersatz übersteigen die Regelversorgung bei Weitem. Da es sich im einen Festzuschuss handelt, dessen Höhe sich an dieser Versorgung orientiert, müssen Sie damit Rechnen deutlich mehr als die Hälfte der Zahnarztrechnung selbst zu bezahlen. Schon eine Brücke die eine kleine Lücke schließt kann zu Beträgen von mehreren Tausend Euro führen, die Sie aus eigener Tasche übernehmen müssen.

Tarife der Zahnzusatzversicherungen genau unter die Lupe nehmen

Die Versicherungen werben oft mit sehr preisgünstigen Angeboten, die bis zu 100 % der Kosten übernehmen. Lesen Sie sich genau durch, welche Leistung Sie genau bekommen. Zur Verdeutlichung ein Beispiel: Die Zahnbehandlung koste die 4.400 Euro. Der Preis für die entsprechende Regelversorgung liegt beispielsweise bei 1.200 Euro. Die gesetzliche Krankenkasse gewährt einen Festzuschuss von 70 % also 840 Euro.

Viele Tarife decken den kompletten Preis der Regelversorgung ab. Die Kassen übernehmen nicht 50 Prozent der Kosten dieser Versorgung, sondern den Restbetrag, den die Krankenkasse nicht zahlt. Wenn Sie sich eine Zuzahlung von 80 Prozent gesichert haben, zahlt die Zusatzversicherung lediglich 20 Prozent der Grundversorgung. Im Beispiel übernimmt die Versicherung 360 Euro, egal ob Sie die Regelversorgung in Anspruch nehmen oder den besseren Zahnersatz machen lassen.

Überschaubarer sind Tarife, die sich am Rechnungsbetrag orientieren. Sie haben meist die Wahl zwischen 30, 50 und 90 Prozent Zuschuss zum Rechnungsbetrag. Wenn Sie sich für einen Zuschuss von 50 Prozent entscheiden, sieht die Rechnung so aus: Rechnungsbetrag 4.400 Euro. Abzüglich des Festzuschusses bleiben 3560 Euro. Die Versicherung übernimmt die Hälfte des Rechnungsbetrages, zahlt also 2.200 Euro. Sie müssen also nur noch 1.360 Euro bezahlen.

Grundsätzlich gilt, dass Sie nie mehr Geld erhalten als die Leistung kostet. Sie machen also keinen Gewinn, sondern bekommen die Kosten für den Zahnersatz erstattet. Wenn Sie einen Zuschuss von 90 Prozent vereinbaren bekommen sie bei der genannten Konstellation nur 3.560 Euro (statt 90 Prozent von 4.400 also 3960 Euro) von der Versicherung und 840 Euro von der gesetzlichen Krankenkasse.

Wenn Sie sich nicht mit der Regelversorgung zufriedengeben wollen, wählen Sie einen Tarif, der einen Teil der tatsächlich anfallenden Kosten trägt. Die Zuschüsse zur Regelversorgung sind zwar preisgünstig, decken aber kaum die Kosten eines etwas besseren Zahnersatzes ab.

Beiträge steuerlich absetzen

Laut § 10 Absatz 1 Nummer 3 und 3a Einkommensteuergesetz (EStG) können Sie Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie zu Haftpflicht und Risikolebensversicherungen als Sonderausgaben absetzen. Zu diesen Versicherungen gehören auch Zusatzversicherungen, welche die Kosten für Brillen und Zahnersatz erstatten.

Der Absatz 4 des gleichen Paragrafen schränkt die Gesamthöhe ein. Wer ganz oder teilweise Anspruch auf Erstattung oder Übernahme von Krankheitskosten, ohne eigene Aufwendungen tätigen zu müssen, hat, darf bis zu 1.900 Euro absetzen. Für alle übrigen Personen beträgt der Höchstbetrag 2.800 Euro.

Da die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung zu diesen Sonderausgaben zählen, haben die meisten steuerpflichtigen den Höchstbetrag schon ausgeschöpft. Steuerlich wirkt sich aus diesem Grund der Abschluss der Versicherungen nicht aus. Sie sollten diese trotzdem angeben, denn das Finanzamt berücksichtigt den Höchstbetrag automatisch. Das Angeben hat den Vorteil, dass Sie, falls ein Teil anrechenbar ist, die Ansprüche nicht verlieren.

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